10.09.2012

07.09.2012 - 15.09.2012"Riss/Wechsel" - Installation

 

  • Wann: 07.09.2012 - 15.09.2012
  • Kategorie:

 

„RISS/WECHSEL“ – INSTALLATION

 

EIN RASEN, UNBENUTZBARE BÄNKE UND DURCHLEUCHTETE BILDER:

DREI INSTALLATIONEN VON SÖREN SIEBEL UND MARCUS KLEINFELD, DIE DEN RAUM KONTERKARIEREN UND EIN NEUES ERLEBEN DER SAKRALEN UMGEBUNG HERAUSFORDERN.

 

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: 7.9.12 AB 19 UHR.

8.9.12 12-23UHR.

SO 9.9.12 12.30-23 UHR.

MO 10.9.-SO 15.9.12 ZU DEN ÖFFNUNGSZEITEN DER KIRCHE: I.D.R. 14.30UHR – 18 UHR

 

EINTRITT FREI

 

 

RISS/WECHSEL – Ein Ausstellungsprojekt der Galerie Schmidt Handrup in der Kirche St. Michael in Köln

 

Ein von draussen in die Kirche gelegter Rasen, unbenutzbare Bänke die zu strukturhaften Objekten werden und existentielle Leuchtkasten-Bilder: mit Installationen von Sören Siebel und Marcus Kleinfeld wird der Raum von St.Michael durchbrochen und fordert ein neues Erleben der sakralen Umgebung heraus. Riss/Wechsel ist so vor allem an der Stelle interessant, wo die Künstler auf eine Atmosphäre treffen, welche die

Transzendenz erstrebt; Kleinfeld kühl-sezierend, Siebel im Spiel mit Entgrenzung und kausalem Zusammenhang.

 

Dabei konterkariert der junge Installationskünstler Sören Siebel den Raum der Kirche mit zwei Installationen, die den Betrachter nicht nur körperlich herausfordern, sondern sowohl seine Selbst-Wahrnehmung, als auch die des ihn umgebenen Raumes dekonstruiert und wieder neu zusammensetzt. So kann die Kirche St. Michael nur barfuss über die großflächige Installation betreten werden, in der ein Rollrasen vom Brüsseler Platz vor der Kirche bis in das Kirchenschiff gelegt wird, in einer großen Rasenfläche mündet und schließlich zwischen den Bankreihen endet. 

In seiner zweiten Installation macht Siebel sich die historischen Kirchenbänke zu eigen und formt einige der Bänke zu individuellen Objekten. Diese manifestieren sich durch eine veränderte Formgebung und eine von klassischen Dazzle Camouflage-Techniken inspirierten Ästhetik, sowohl auf visueller, als auch auf körperlicher Ebene neu.  

 

Zudem installiert Marcus Kleinfeld in St Michaels Kirchenschiff eine Nummer von Leuchtkästen. Die dort projizierten Bilder thematisieren, wie oft in Kleinfelds Arbeiten, allgemeine Formen und Symptome menschlichen Handelns. Zueinander in Beziehung gesetzt funktionieren sie damit gleichsam als Schaukästen existentieller Erfahrung wie auch als gleichsam erhellte Objekte für Reflektion über eigenes und fremdes Tun. Sowohl destruktive als auch kreative Gewalten werden dabei als Erfahrungsprozesse dargestellt und dem Betrachter als ethische Problemstellungen sichtbar gemacht.

 

Am 7.9. entfällt wegen der Ausstellungseröffnung der Kurzfilmabend der Reihe "Short Nights".

 

Details